Unsere Kirche ist keine alte Kirche. Trotzdem will sie durch viele Symbole unseren christlichen Glauben in moderner Zeit verständlicher machen. Die folgende Zusammenstellung möchte Sie durch unsere Kirche begleiten. (Bilder: Max Likar sen., Text: Elisabeth Likar Dipl Päd.in) |
| Ursprünglich als pfarrlicher Theatersaal und Veranstaltungsraum gedacht, wurde unsere Kirche in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut. Im Kriegsjahr 1943 wurde die Diözese Gurk dem göttlichen Herzen Jesu geweiht. Einem privaten Versprechen des damaligen Bischofs Rohracher verdankt unsere Kirche ihr Patrozinium. So gelang es, viele Menschen religiös zu motivieren und einen Gegensatz zum nationalsozialistischen Regime zu schaffen. Der ursprünglich noch weiter geplante Kirchenbau im Osten des jetzigen Baues wurde nicht mehr verwirklicht. So wurde der Raum mit seinem Bühnenaufbau jahrelang als Kirchenraum genutzt. Erst 1993 hat die Kirche unter den Architekten Franz Freytag und Felix Orsini-Rosenberg, sowie den künstlerischen Gestaltern Joop Roeland, Werner Hofmeister, Tomas Hoke, Kim en Joong und Peter Putz ihr heutiges Gesicht erhalten. Die Wochentagskapelle wurde schon 1991 fertig gestellt. |
So laden wir Sie jetzt zu einem besinnlichen Spaziergang durch unsere Kirche und Kapelle mit ihren Symbolen ein: |
| | Turm mit Turmkreuz Getrennt vom restlichen Bau der Kirche erhebt sich der Turm in Form eines sehr einfachen Campaniles. Seine Bekrönung sollte ursprünglich der „Engel mit der Posaune“ von Thomas Hoke sein, der jetzt vor dem Klagenfurter Diözesanhaus steht. Die Welzenegger Bevölkerung konnte sich mit dieser Skulptur aber nicht identifizieren und so wurde in Zusammenarbeit mehrerer Künstler das jetzige Turmkreuz geschaffen: Seine Balken sind offen, ein „Heiligenschein“ verbindet sie. Man kann es als Hinweis auf das heiligste Herz Jesu verstehen. |
| Asylkreuz Außen, rechts neben dem Kircheneingang befindet sich in einem Betonrahmen das „Asylkreuz“. Es will uns daran erinnern, dass wir zu jeder Zeit beim Kreuz und damit bei Gott Zuflucht suchen und finden können. Ähnlich war es bereits vor einigen hundert Jahren, als Menschen in der Kirche Zuflucht vor Verfolgern fanden. Wenn sie das Kreuz berührten, durften ihre Verfolger ihnen nichts mehr antun. |  |
| Skulptur Noch vor dem Asylkreuz, 2-3 Schritte vor dem Stiegenaufgang, befindet sich eine Skulptur aus Serpentin. Sie wurde im Jänner und Februar 2003 von der Kärntner Künstlerin Mag. Art Elisabeth Juan gefertigt. Für unsere Pfarrgemeinde war es spannend, ihr bei der Arbeit zuzusehen. Die Arbeit erfolgte auf dem Vorplatz der Kirche. Jeder, der vorüber kam und Interesse hatte, konnte dem Geboren-Werden der Figur zusehen. So mancher nahm dabei Serpentin-Splitter als Andenken mit. Die Gestalt selbst blieb bewusst als Torso bruchstückhaft. Sie kann zum Nachdenken anregen: Unser Leben bleibt ein Suchen nach dem Ganz-Werden, dem Heil-Sein. Unser Leben soll so werden, dass andere spüren können: Der- oder diejenige tut mir mit ihrem/seinem Leben gut. Und: Wir sind nichts Fertiges. Wir müssen etwas dazu beitragen, dass unser Leben gelingt. | |
| | Brunnen In kleiner Entfernung vom Torso befindet sich ein Brunnen. Von ihm aus kann man bereits durch die Glastüre in die Kirche sehen. Eine imaginäre Linie verbindet diesen Brunnen mit dem Taufbrunnen in der Kirche. Ein Bild dafür, dass wir Wasser zum Leben brauchen. Wasser, das unseren Körper erhält, aber auch Wasser, das zum Heil unserer Seele dient. |
| | Kirchentüre Um die Glastüren nicht durch die üblichen Vögel als Aufprallschutz zu verunzieren, wurde auf die Türen der Wunsch des Auferstandenen an seine Freunde geschrieben: „Der Friede sei mit dir!“ Dieser Wunsch, der auch in unseren Gottesdiensten ausgesprochen wird, ist in vielen Sprachen vorhanden. |
| Schwelle Unmittelbar nach dem Eintreten durch die erste Glastüre ist am Boden ein schwarzes Metallband zu erkennen. Diese sichtbar gemachte Schwelle verweist darauf, dass wir über diese Schwelle einen besonderen Raum betreten. | |
| | Lichtband rechts neben den Fenstern Durch den seitlich gelagerten Eingang gibt es keinen Mittelgang für festliche Einzüge. So wurde der rechte Gang verbreitert angesetzt und mit besonderer Beleuchtung versehen. Sie möchte den Weg nach vor zum Altar „ins rechte Licht“ rücken. Es ist ein Licht-Weg, der uns Gott näher bringt, auch wenn wir das manchmal nicht erkennen. |
| Taufbereich Der Taufbereich befindet sich rechts vom Altar in einer Linie zum kleinen Brunnen draußen auf dem Vorplatz der Kirche. Draußen ist es normales Wasser, das den Brunnen speist. Im Taufbecken finden wir das „Wasser des Lebens“. An der Rückwand im Norden des Taufbereiches befindet sich eine Betonwand mit vielen kleinen strichartigen Ausnehmungen. Bei jeder Taufe in unserer Kirche wird durch den Taufpaten oder ein Familienmitglied des Täuflings einer dieser Striche golden ausgemalt. Die goldene Farbe als kostbarste, die wir heute kennen, soll daran erinnern, dass Gott jedem von uns ein kostbares Leben geschenkt hat, das uns zu ihm führen soll. Bei ihm können wir ewiges Leben finden, das kostbarste Leben, das uns möglich ist. Die Osterkerze wurde bewusst so befestigt, dass sie in das Taufbecken hineinragt. Das verweist auf die Osternacht als wichtigstes Fest der Christen, wo Osterkerze und Taufwasser geweiht werden. Der Taufbereich selbst ist durch seine Verglasung sozusagen zum Himmel hin offen. Auch das ist ein Zeichen für unser Leben als Christen: Der Himmel – wenn auch nicht der des Weltalls – soll unser Ziel sein.
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| Altar Entsprechend der Schlichtheit des Raumes ist auch der Altar ein schlichter Betonquader, der fest mit dem Boden verbunden ist. An seiner Vorderseite findet sich eine inzwischen vermauerte und dadurch verschlossene Ausnehmung. Hier sind nach altem Brauch Reliquien verborgen, die im Fall unserer Kirche von Heiligen stammen, die sich besonders für die Verehrung des heiligen Herzens Jesu einsetzten. Es sind Reliquien von:
- Margareta Maria Alacoque (1647 – 1690) Sie regte die Einführung des Herz-Jesu-Festes und der Herz-Jesu-Freitage an. - Claude de la Colombiere, SJ (1641 – 1682) Er unterstützte die Bemühungen der hl. Margareta. - Franz von Sales (1567 – 1623) Er war der Gründer des Ordens, zu dem die hl. Margareta gehörte. |
| Die Bilder an der Stirnseite der Kirche Die sieben abstrakten Bilder stammen vom koreanischen Künstler Kim en Joong. Sie entsprechen den Regenbogenfarben und können unterschiedlich gedeutet werden. Ihre Farben gehen vom Licht ins Dunkel. Der Abstand zwischen den einzelnen Bildern verdoppelt sich jeweils. Ein 8. Bild würde bereits außerhalb der Kirche hängen. Diese Symbolik verweist darauf, dass wir berufen sind, unseren Glauben nicht nur innerhalb der Kirchenmauern zu leben, sondern ihn hinaus ins Leben zu tragen. Der Wandel der Farben könnte auch an den Regenbogen als Symbol des Bundes zwischen Gott und Mensch erinnern. Bischof Kapellari gab den Bildern die zusätzliche Deutung der 7 Sakramente. |  

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| | Kreuz Das Kreuz ist ein altes Barockkreuz, das aus dem bischöflichen Gymnasium Tanzenberg übernommen wurde. Links von ihm beginnt der so genannte... |
| ... „Blutfluss“ Ein schmales rotes Glasband, das in Höhe des Herzens der überdimensionalen Christusfigur beginnt, dann nach hinten in die Kapelle weiter reicht. Dort findet es seinen Weg entlang der Seitenmauer, vorbei an der während des Kirchenumbaues verwendeten Befestigung des Tabernakels wieder zurück in die Kirche und umkreist die neue Tabernakelsäule. Ein Zeichen dafür, dass Jesu sein Blut für uns Menschen vergossen hat und im der Eucharistie heute noch für uns da ist. | |
| | Tabernakel Unser moderner Tabernakel ist in Form einer Kugel gestaltet. Sie will daran erinnern, dass Gott für uns Menschen immer ein Herz hat. Dass seine Liebe zu uns keinen Anfang und kein Ende hat – wie es eine Kugel zeigen kann. |
Alphabet auf dem Kirchenboden Bei der Neu - Eingeweihung einer Kirche werden nach alter Tradition das lateinischen und das griechische Alphabet mit Asche vom Bischof auf dem Kirchenboden so ausgelegt, dass der ganze Raum erfasst wird. Das soll ein Zeichen für unseren weltumspannenden Glauben sein, aber vor allem dafür, dass Gott uns überall auf der Welt nahe sein will. In unserer Kirche wollte mannach der Einweihung, dieses schöne Zeichen nicht wegkehren und vergessen. So wurde es durch den Bischof, der sich dafür eigens eine Spitze für das untere Ende seines Bischofstabes anfertigen ließ, in den noch weichen Beton geritzt. | |
„Kinderecke“ links Diese Ecke wird entsprechend dem Kirchenjahr immer wieder anders gestaltet. Die Gestaltung versucht auf leicht verständliche Weise Themen im Kirchenjahr grafisch darzustellen. |
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| | Herz-Jesu-Statue Am Beginn des linken Kirchenganges befindet sich eine barocke Herz-Jesu-Statue. Eigentlich die Statue des Auferstandenen, die später durch Hinzufügung des Herzens entsprechend verändert wurde. Sie ist, entsprechend unserem Patrozinium die eigentliche Hauptfigur in unserer Kirche. Zu Ostern findet sie ihren Platz vor dem Altar, wo sie bis zum Fest „Christi Himmelfahrt“ bleibt. An diesem Tag wird sie feierlich auf ihren Platz im Seitengang zurück gebracht. |
| Marienstatue und Josefsstatue Sie sind ebenfalls barocke Statuen und befinden sich gleich links vom Kircheneingang. | |
| | Apostelkreuze Zwischen den Fenstern der rechten Seite des Kirchenschiffes und auf den Säulen links befinden sich 12 so genannte "Apostelkreuze". Sie erinnern daran, dass Jesus 12 Apostel in die Welt gesandt hat, um die frohe Botschaft weiter zu geben. Bei der Weihe der Kirche werden sie mit Chrisamöl gesalbt. |
| Die Kapelle: Die Kapelle als „Herzraum“ des gesamten Pfarrzentrums mit Kindergarten wurde durch Dr. Joop Roeland gestaltet. |
| | Texte an der Wand Texte der Literatur – auf deutsch, aber auch in anderen Sprachen und Schriften – die sich auf das Herz beziehen, wurden an den Wänden angebracht. Dabei fehlen auch nicht Lexikoneintragungen, die mit dem Herzen zu tun haben. |
| Eine mittelalterliche Darstellung des Herzens Jesu befindet sich rechts von der Ausgangstüre zum Kindergarten. | |
| Herzzeile und rotes Herz auf der Fensterfront An der Rückwand ist eine „Herzzeile“ zu sehen. Die Herzen sind zunächst gut zu sehen, werden dann immer transparenter, bis schließlich nur mehr ein leerer Raum zu sehen ist und sie dann wieder deutlicher und damit sichtbar werden. Vielleicht lässt uns das nachdenken: Wo haben wir Menschen ein Herz? Wann und wie sind wir in Gefahr, es zu verlieren? Wie fassen wir uns wieder ein Herz zum Guten? Das große rote Herz auf dem Fenster möchte die Botschaft, das Jesus ein Herz für alle hat, auch nach Außen in den täglichen Alltag bringen.
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| Blindenschrift links neben der Eingangstüre zum Kindergarten In überdimensionaler Blindenschrift ist der berühmte Satz des Schriftstellers St. Exupery zu „begreifen“: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!“ Integriert in die Schrift ist der Zugriff auf das Weihwasserbecken. Das kann uns daran erinnern, dass wir nur mit dem Herzen begreifend Gott näher kommen können. ein Herz hat, auch nach Außen in den täglichen Alltag bringen. |  |
| | Zeichnung der Gebärdensprache In Gebärdensprache ist der gleiche Satz dargestellt. |
| Altar Der runde Altar kann für kleine Gruppen auch tiefer gestellt werden. | |
| | Goldene Ausnehmung an der vorspringenden Ecke An der vorspringenden Ecke des Raumes ist eine golden ausgelegte Ausnehmung in der Mauer zu sehen. Sie entspricht in Höhe und Radius dem Tabernakel der Kirche. Hier war zur Zeit des Umbaues der Kirche der Tabernakel angebracht. Der Platz sollte nicht vergessen und vermauert werden und erinnert uns nun daran. |
| Welzenegger Krippe Eine Besonderheit in unserer Pfarre ist unsere zu Weihnachten aufgestellte „Welzenegger Krippe“. Sie besteht aus vielen Tonhäusern in der Art, wie sie tatsächlich in der Umgebung der Kirche zu finden sind und einer Nachbildung der Kirche in Ton. Zu Weihnachten werden diese aufgestellt und bei jedem Gottesdienst beleuchtet. Sie sind Sinnbild dafür, dass in jedes Haus unserer Pfarre Licht und Freude einkehren sollte. | 
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